OSIRIS by
Georg Lachenmeier
Haldenstrasse 151
CH-8055 Zürich
E-Mail: osiris@lachenmeier.net

Übersicht:

Mustergrafik bei der Eingabe

So sieht mein Bildschirm bei der Eingabe der Grafik aus. Ein Vt100-Zeichensatz wie hier erleichtert die Eingabe, und mit dem ClarisWorks (erhältlich für Windows und Mac, heisst neu aber Appleworks) bin ich sehr gut gefahren. Generell kann aber jedes Textprogramm genommen werden.
Vt100 Grafik im Entstehen

Erklärung der Mustergrafik

Vt100 Dies braucht die OSIRIS, um zu wissen, dass eine Vt100-Grafik folgt.
Name:Grafik Menzi Dieser Name erscheint beim Befehl "List".
Datum:19-JUL-99Dieses Datum erscheint beim Befehl "List".
Grafik-TabelleDiese zwei Zeilen sind zur Definition der Grafikzeichen und Variablenplatzhalter nötig. Die Bedeutung im Einzelnen: über dem Buchstaben V steht ein pi. Dadurch wird pi als Platzhalter für Variablen definiert.
Der Zeichensatz für Vt100 verwendet für jedes Zeichen 7-Bit, so wie es für den ASCII üblich ist. Um die Grafikzeichen darzustellen, sendet der Computer (hier die OSIRISflash) ein Umschaltzeichen, und dann ein Buchstabe. Die Zuordnung ist fix gegeben. Da aber die heutigen Textprogramme 8 Bit verwenden, müssen sie nicht mehr zwischen Text und Grafik umschalten. Allerdings ist der Code der Grafikzeichen nicht einheitlich. Darum muss der OSIRISflash mitgeteilt werden, was zusammenpasst, sie "sieht" ja nicht das Zeichen auf dem Bildschirm! Wesentlich ist, dass das Zeichen über dem "n" ein Kreuz repräsentiert, entsprechend steht über dem "x" ein senkrechter Strich etc.
HomeHier beginnt die eigentliche Grafik.
Grafik-CRHier sind beim Textprogramm die Steuerzeichen eingeblendet: der Punkt steht für einen Leerschlag, der Pfeil nach unten für Zeilenschaltung.
Grafik-VariablenDie Platzhalter (pi) markieren den Ort und reservieren den Platz, damit dort eine Variable eingetragen werden kann. Die Zeichenzahl soll übereinstimmen.
BottomDies ist das eigentliche Ende der Grafik.
Box000E#2 Led 11. Variable, die eingesetzt wird. Reihenfolge des Einsetzens von oben nach unten und in der Zeile von links nach rechts. Box00 ist die Objektbezeichnung inkl. ID-Nummer, 0E ist die Variablen-Nummer und #2 ist die Darstellungsform. All dies schreibt man am besten vom "Dump" ab. Led 1 ist eine Bemerkung ohne Funktion.
EndeObligatorische End-Markierung
12345678901234...Ohne Funktion. Zur Orientierung in der Breite. Normal sind 80 Zeichen, 132 sind einstellbar.
ZuerichUmlaut dürfte verwendet werden, doch verarbeiten nicht alle Emulatoren dies korrekt.
Newsgroups: comp.terminal
Newsgroups: comp.os.vms
Newsgroups: de.comp.os.vms
Weitere Informationen zu VT100 finden sie in diesen News-Gruppen.

Wie gelangt diese Datei in die OSIRISflash?

Um die Grafik verwenden zu können, brauchen Sie nebst der Grafik selbst ein Programm für's Display (Vt100) und ein Programm für den Download (XModem2). Wenn Sie den Befehl XModem2 eingegeben haben, verlangt die OSIRIS eine Text-Datei. Dateiname und -art wird ignoriert. Mit der XModem-Funktion ihres Terminalprogrammes können Sie die Grafikdatei zur OSIRISflash schicken.

Was ist Vt100 und warum braucht die OSIRISflash Vt100-Terminal(-Emulation)?

Früher, als Computer noch raumfüllende Dinger waren, hatte in einem Grossbetrieb jede Mitarbeiterin ein eigenes Terminal vor sich auf dem Schreibtisch. Dieses Gerät ist nicht zu verwechseln mit den heutigen Personalcomputern, die an einem Netzwerk hängen. Die Rechenleistungen konnten nur in einem zentralen Computer zur Verfügung gestellt werden. Jedes Terminal hat eine direkte Verbindung zum Computer, also kein Netzwerk. Die Terminals waren einfach, nicht intelligent aber günstig. Für die ersten Terminals verwendete man Fernschreiber, also noch keine Bildschirme.

Es haben sich im Laufe der Zeit die VideoTerminals (VT) der Firma DEC, die ja ein führender Hersteller von Grosscomputern ist, durchgesetzt. Andere Computerhersteller passten ihre Schnittstelle an, so dass sie zu diesem Terminal kompatibel waren. Die Terminals tragen Nummerbezeichnungen, die die Fähigkeiten und den Entwicklungsstand widerspiegeln (VT50, VT102, VT500 etc).

Als die Personalcomputer auftauchten, bestand das Bedürfnis, diese auch als Terminal benutzen zu können. Darum gibt es für jedes Gerät Terminalemulationen, mindestens TTY (ersetzt Telex) und VT100.

Warum hat die OSIRISflash nicht eine Schnittstelle für einen Browser (z.B. Netscape Navigator), wie Sie ihn gerade vor sich haben? Die Antwort ist einfach: zwar wäre von der Grafik her viel mehr möglich, doch der Programmieraufwand hätte mich erschlagen.


Speziellen Dank!

Speziell möchte ich Herrn Jörg Oehler danken, der mir ein VT100-Terminal für lange Zeit zur Verfügung stellte, ebenso Herrn Moritz Hänsli, der mir mit Unterlagen und Tips zur Seite stand. Beide haben einen Heliokraten mit OSIRISflash.


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